Gesundheit

Welche Ursachen von Körpertemperaturanstieg gibt es?

Der Temperaturanstieg ist eine Reaktion der Immunität gegen Infektionen und Entzündungen. Blut wird mit temperaturerhöhenden (pyrogenen) Substanzen gesättigt, die von pathogenen Mikroorganismen produziert werden. Das stimuliert wiederum den Körper, seine eigene Pyrogene zu produzieren. Der Stoffwechsel wird etwas beschleunigt, um das Immunsystem bei der Krankheit-Bekämpfung zu unterstützen.

Normalerweise ist ein Temperaturanstieg nicht das einzige Symptom der Krankheit. Zum Beispiel fühlen wir uns bei Erkältungen typische Symptome – Fieber, Halsschmerzen, Husten, Schnupfen. Bei leichten Erkältungen kann die Körpertemperatur bis zu +37,8 ºC betragen. Und mit schweren Infektionen, wie Influenza – auf + 39-40 ° C steigen. Jedoch dauern katarrhalische Erkrankungen selten länger als eine Woche. Und wenn die Temperatur länger andauert und nicht abfällt und keine Symptome beobachtet werden, ist diese Situation Anlass, ernsthaft darüber nachzudenken.

  1. Akute Infektionen

Das ist die häufigste Ursache für subfebrile Temperatur. Meistens handelt es sich natürlich um ARVI- oder Darminfektionen, die auch oft zu einem Temperaturanstieg führen. Bei akuten Infektionskrankheiten verschlechtert sich neben den hohen Temperaturen auch der allgemeine Gesundheitszustand.

  1. Einige chronische Infektionskrankheiten

Einige chronische Infektionskrankheiten (besonders während einer Exazerbationsperiode) werden auch von einem Anstieg der Körpertemperatur begleitet. Zum Beispiel kann subfebrile Temperatur mit Cholezystitis, Urethritis, Prostatitis, Zystitis oder Pyelonephritis auftreten.

  1. Tuberkulose

Subfebrile Temperatur, starke Müdigkeit, Schlaflosigkeit und verminderter Appetit sind einige Anzeichen von Tuberkulose (die in jedem Teil des Körpers lokalisiert werden kann).

  1. Toxoplasmose

Niedrige Temperatur ist oft ein Zeichen für eine parasitäre Krankheit wie Toxoplasmose. Die Quellen der Parasiten sind sowohl Katzen, als auch Lebensmittel, die nicht angemessen gekocht wurden. Bei vielen Menschen ist die Toxoplasmose asymptomatisch, aber manchmal führt sie zu Schwäche, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit und erhöhter Körpertemperatur.

  1. HIV

In einer Reihe von Fällen weist die Temperatur von 37-38 Grad, kombiniert mit Schmerzen in den Gelenken, Muskeln und vergrößerten Lymphknoten auf eine akute HIV-Infektion hin.

Es ist bemerkenswert, dass HIV mehrere Jahre in einer latenten Form dauern kann. Mit der Immunitätsschwächung tritt die Krankheit in Form von Herpes, Candidiasis oder häufigen Erkältungen.

  1. Krebs

Bei Entwicklung von einigen malignen Erkrankungen (z.B. bei Leukämien, Lymphomen, Nierenkrebs) werden Pyrogene in das Blut freigesetzt, die zu subfebrilen Temperaturen führen. In diesem Fall helfen Antipyretika meistens nicht.

  1. Virushepatitis

Körpertemperaturanstieg wird auch bei Virushepatitis B oder C beobachtet. Das geschieht aufgrund einer Intoxikation des Körpers durch Leberzellen-Schädigung. Oft deutet die subfebrile Temperatur bei viraler Hepatitis auf eine langsam einsetzende Form der Erkrankung hin. Zusammen mit der Temperatur leiden Patienten an Unwohlsein, Gelenkschmerzen, Schwächen und ikterischen Hautfarben.

  1. Schilddrüse-Krankheiten

Bei erhöhter Aktivität der Schilddrüse (Hyperthyreose) wird der Stoffwechsel beschleunigt, was zur Körpertemperatur-Erhöhung (auf 37-37,3 Grad) führt. Patient leidet dabei an übermäßigem Schwitzen, Nervosität und schnellem Gewichtsverlust.

  1. Würmer

Oft ist ein leichter Temperaturanstieg in Kombination mit erhöhter Müdigkeit ein Anzeichen für parasitäre Infektionen. Die hohe Temperatur ist auf Vergiftung des Körpers mit den Produkten der lebenswichtigen Aktivität der Würmer zurückzuführen.

  1. Eisenmangelanämie

Häufig wird die Eisenmangelanämie von subfebriler Körpertemperatur begleitet. In der Regel treten außer hoher Temperatur Kopfschmerzen, Schwindel, trockene Haut, Schläfrigkeit und Müdigkeit auf.

Natürlich stellt die subfebrile Temperatur im Gegensatz zu fieberhafter keine Gefahr für den Körper dar und erfordert daher keine symptomatische Behandlung. Die Behandlung zielt in einem solchen Fall immer darauf ab, die versteckten Ursachen der Krankheit zu beseitigen.

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